Funkmikrone Nutzung und Frequenzen

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Informationen zu Funkmikrofonen und deren Nutzung:

Sie finden hier die chronologische Entwicklung dieser Frage. Die jeweils aktuellen Informationen sind unten angehängt.

Wenn die Übertragung des Signals per Funk erfolgt, ist die Nutzung drahtloser Mikrofone und Mikrofonanlagen durch die Bundesnetzagentur (früher Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, RegTP) gesetzlich geregelt. Um einen möglichst störungsfreien Betrieb mit anderen Funkdiensten (Fernsehen/Radio/Mobilfunk etc.) gewährleisten zu können, hat der Gesetzgeber allen Diensten bestimmte Frequenzen und Sendeleistungen zugeordnet. Aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen, die genau diese Frequenzbereiche betreffen, ergeben sich in Zukunft einige Abweichungen von der bisherigen Reglung.

Die bisher gültige Reglung:

Eine allgemeine Frequenzzuteilung für drahtlose Mikrofone durch die Bundesnetzagentur.

Die Bundesnetzagentur (früher Regulierungsbehörde) gibt für den professionellen und semiprofessionellen Anwender eine Allgemeinzuteilung
der Fernsehkanäle 61 - 63 und 67 - 69 für die Übertragung von drahtlosen Mikrofonsystemen und InEar-Monitoring frei. Das entspricht den Frequenzbereichen 790 - 814MHz und 838 - 862MHz.

Das Gesetz, nachzulesen im § 55 des Telekommunikationsgesetzes, trat am 01. Januar 2006 in Kraft und wurde befristet bis zum 31.12.2015.

Die neue Situation:

Bei der Verbreitung des Digitalfernsehens DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial) sind einige Frequenzbereiche durch den Wegfall der analoger Fernsehfrequenzen frei geworden. Diese hat das Bundesministerium für Wirtschaft als „digitale Dividende“ für kabelloses Breitbandinternet ersetzt. Hintergrund sind ca. 800 sogenannte „weiße Flecken“ in Deutschland, die bis heute noch nicht mit DSL (Internet) versorgt werden konnten. Diese Gebiete sollen nun über ein digitales Breitband-Funknetz an die "Daten-Autobahn" angeschlossen werden; mit dem Hintergrund auch in diesen Gegenden ein wirtschaftliches Wachstum zu erzielen.

Der Bundesrat hat beschlossen diesen Frequenzbereich als "digitale Dividende" zu vergeben, d.h. der Bereich 790 – 862MHz wurde im Mai 2010 an die Mobilfunkunternehmen verkauft.

Was man nun beachten muß:

Der Frequenzbereich "D-Band (Sennheiser)" ist in Deutschland aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nur noch eingeschränkt nutzbar. Bis zum 31.12.2015 können Drahtlosanlagen im Bereich 790 – 862MHz weiterhin uneingeschränkt verkauft und betrieben werden. Dieser Bereich wird auch bis zu diesem Datum anmelde- und gebührenfrei bleiben. Der ISM-Bereich 863 – 865MHz ist von all dem nicht betroffen, und darf auch nach dem 31.12.2015 uneingeschränkt verwendet werden.

Der Frequenzbereich 710 – 790MHz

Bund und Länder haben die Versteigerung auch im Bereich 710 – 790MHz beschlossen.
Schlechte Neuigkeiten für die Kreativ- und Kulturwirtschaft: Das 700 MHz-Band soll im ersten Halbjahr 2015 versteigert werden - darauf haben
sich Bund und Länder am 11. Dezember 2014 geeinigt. Ein Moratorium für die Frequenznutzung durch PMSE im Bereich 700 MHz wurde noch
nicht festgelegt, sowie es von verschiedenen Seiten starke Zweifel an der schnellen Umsetzbarkeit für die angestrebte Nutzung durch den Mobilfunk gibt.

 

Welche Frequenzen man zukünftig nutzen kann und die Kosten hierfür:

 

Die Duplex-Lücke

Die Duplex-Lücke (823 - 832 MHz) ist der Frequenz-Bereich zwischen dem LTE Up- und Downloadbereich. Dieser bleibt LTE frei, um mögliche Frequenzstörungen bzw. Überschneidungen zu vermeiden. Die Bundesnetzagentur hat diesen Bereich jedoch für die Nutzung von Funkmikrofonen freigeben. Nachzulesen ist dies auf der Seite von der Bundesnetzagentur unter der Verfügung Vfg. 9 / 2011.

Die Verwendung von Funkmikrofonen ist freigegeben bis zu einer Sendeleistung von 50mW, und wird kostenlos und anmeldefrei nutzbar sein bis zum 31.12.2021.

Der Frequenzbereich 1785 – 1805MHz

Der neu hinzugekommene Bereich für die Nutzung von Funkmikrofonen ist der GHz Bereich 1,785 – 1,805GHz. Auch dieser Frequenz-Bereich bleibt anmelde- und gebührenfrei und wurde zeitlich begrenzt bis zum 31.12.2021. Nachzulesen unter der Vfg. 10 / 2011.

Der Frequenzbereich 2,4 GHz

Weltweit anmelde- und gebührenfrei ist der 2,4 GHz Frequenz-Bereich. Einige Anbieter bieten inzwischen Funksysteme im 2,4 GHz Bereich an. Durch die digitale Funkübertragung kann eine sehr hohe Audioqualität erreicht werden da keine Kombander notwendig sind. Da sich aber die Funkanlagen den Bereich mit W-Lan teilen, kann es zu Aussetzern bis zum kompletten Ausfall von W-Lan kommen. Die Reichweite ist geringer als bei herkömmlichen UHF Systemen.

Was passiert mit dem europaweit harmonisierten Frequenzbereich 863 – 865MHz?

Hier bleibt es bei der bisherigen Reglung. Auch nach 2016 kann dieser Bereich anmeldefrei genutzt werden. Dieser Bereich ist besonders
geeignet für diejenigen Anwender welche nur wenige Funksysteme betreiben wollen. Dieser Bereich ist Anmelde- und Gebührenfrei.

Gemeinnützige Einrichtungen

Gemeinnützige Einrichtungen wie Schulen, Theater, Gemeindezentren..., sind von den Gebühren und Beiträgen nach § 8 VwKostG und
§ 2 FSBeitrV befreit! Ein entsprechender Fragebogen muss ggf. ausgefüllt werden.

Übersicht der Frequenzbereiche:

Frequenzzuteilung Nutzer

 

Die erforderliche Anmeldung:   

Die Anmeldung kostet EUR 60.-- und erfolgt bei der zuständigen Außenstelle der Bundesnetzagentur. Nach der ordnungsgemäßen
Anmeldung erhält man von der Bundesnetzagentur eine schriftliche Bestätigung. Die Jahresgebühren für die folgenden Nutzungsjahre
werden ebenfalls von der Bundesnetzagentur erhoben.

Informationen zum Zuteilungsverfahren:

Antragsformular der Bundesnetzagentur:

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Aktuelle Informationen vom 17.07.2014:

nach einigen Tagen brancheninterner Gerüchte um eine Novelle der Verwaltungsvorschriften für Frequenzzuteilungen im nichtöffentlichen
mobilen Landfunk (VVnömL) ist die neue Version der Bundesnetzagentur heute online gegangen.

Hier gelangen Sie zum Original-Dokument der neuen VVnömL.  

 

Die wichtigsten Details dieser Neuregelung haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst:

 
1.Die Kategorisierung in die bisherigen Nutzergruppen „Rundfunk“, „Professionelle drahtlose Produktion“ und „Ortsgebundene Nutzung“ wird weitestgehend aufgelöst. Anstelle dessen werden nur noch Anwendungen aus „Rundfunk“ und „Professionelle drahtlose Produktion“ separat benannt, und mit wenigen Ausnahmen im VHF-Bereich - auch hinsichtlich der Frequenzvergabe - gleich behandelt.
  
2.Alle professionellen Nutzer haben ab sofort die Möglichkeit, auf Antrag Frequenzen aus dem Spektrum 470 – 608 MHz und 614 – 790 MHz zugeteilt zu bekommen.
  
 Das hat zur Folge:
Die Einschränkung für die bisherigen Anwender der Nutzergruppe „Professionelle drahtlose Produktion“ auf den Frequenzbereich 710 – 790 MHz entfallen. Tour- und Medientechnik-Verleiher, professionelle Bands und Programmproduktionen erhalten in diesem Schritt wesentlich größere Flexibilität als bislang.
Die neuen Zuteilungen werden bedarfsorientiert vergeben: Je nach Einsatzort(en) und Flexibilitätsbedarf können Einzel-Frequenzen, Frequenzpakete oder -bereiche aus dem UHF-Spektrum zugeteilt werden.
Die Bedeutung von Frequenz-Koordination vor Ort wird besonders für die Anwender aus der bisherigen Nutzergruppe „Rundfunk“, aber auch generell für alle Nutzer drahtloser Audioübertragung, noch wichtiger werden als bislang.
Zudem sorgt der Zugewinn des nutzbaren Spektrums um 2 MHz zwischen 606 – 608 MHz für einen etwas größeren Freiheitsgrad ggü. der bisherigen Regelung.
  
3.

Auf Nachfrage bei der Bundesnetzagentur wurde uns für die Abänderung bisheriger Frequenzurkunden eine Gebühr von 60,- € benannt.

Ergänzende Informationen erhalten Sie auf der DD-Ready Seite von Sennheiser


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Aktuelle Informationen vom 30.03.2015:

 
Die schlechte Nachricht: Die Digitale Dividende 2 ist in der Umsetzung:
Schritt 1 war die Eröffnung des Zulassungsverfahrens zu einer erneuten Versteigerung von Funkfrequenzspektrum, die im zweiten Quartal 2015 stattfinden soll.
Schritt 2 war die Publikation einer aktualisierten VVnömL, in der bereits einige Veränderungen eingearbeitet wurden.


Die gute Nachricht: Es gibt neue Optionen für Funkmikrofone:
Die Hersteller von Mikrofonsendeanlagen arbeiten erfolgreich daran, das verfügbare Spektrum durch neue Technik noch effizienter zu nutzen, und zusätzliche Frequenzbereiche mit professionellem Equipment
zu erschließen.
Auch wurden seitens der BNetzA im Laufe des ersten Quartals Laufzeiten wichtige Allgemeinzuteilungen für Frequenzen von Funkmikrofonen verlängert. Die Investitionssicherheit für die Funkanwendungen in diesen anmeldefreien Bereichen steigt damit erheblich.

die digitale Dividende 2 - was ist das ?
digitale Dividende bezeichnet die Einsparung von Funkfrequenzspektrum durch die Umstellung von analoger auf effizientere, digitale Fernseh-Übertragungstechnik im UHF-Spektrum; die "frei" gewordenen Frequenzen werden anderen Anwendungen – v. a. im Zusammenspiel mit mobilen Endgeräten – zugewiesen.
Davon betroffen ist auch Funkmikrofon-Technik, die in den Lücken zwischen den Fernsehkanälen des UHF-Spektrums nachrangig nach dem Fernsehsignal sendet.

Die anstehende zweite Welle der Digitalen Dividende umfasst neben der Neuwidmung auslaufender GSM-Frequenzen für Mobiltelefone in den Bereichen 900 MHz, 1500 MHz und 1800 MHz leider auch eine Veränderung, welche die professionellen Nutzer von Drahtlosmikrofonen massiv betrifft:

 


Geplant ist die Zuweisung von Frequenzen im 700 MHz-Bereich für co-primäre Nutzung durch denMobilfunk - ggfs. auch der Sicherheitsbehörden / Bundeswehr – zunächst parallel zum Rundfunk, der nach und nach in das untere UHF-Spektrum migriert wird. Dieser neuen Nutzung durch LTE-Technik wird eine Versteigerung dieser Frequenzen in der Mitte dieses Jahres vorhergehen.

Aussicht: Genutzt werden könnten die versteigerten Frequenzblöcke mit LTE-Technik nach Angaben der Bundesnetzagentur schrittweise ab 1. Januar 2017, beginnend mit dem 900 MHz und 1800 MHz-Bereich.


Neue Reglungen durch die Bundesnetzzagentur

 

 

Neue Regelungen

 

Die neuen gesetzlichen Regelungen – was bedeutet das für PMSE?
Neu im Sinne der seit 3. März 2015 geltenden Verwaltungsvorschriften für Frequenzzuteilung im nichtöffentlichen mobilen Landfunk (VVnömL) ist:

Zum einen entfällt der Frequenzbereich, in dem Anwendungen der Professionellen drahtlosen Produktion seit 2010 zugewiesen waren, teilweise (703 - 733 MHz) bzw. ist nur nur eingeschränkt nutzbar: So sind die zukünftigen LTE-Uplink-Blöcke 758 - 788 MHz und 791 - 821 MHz bis zum faktischen LTE-Sendebetrieb noch als "optionale Zusatzkapazität" für Funkmikrofone vorgesehen - sofern es die Anwendung erfordert, keine anderen Möglichkeiten bestehen, sowie die primäre
 
Nutzung (DVB-T) nicht gefährdet ist.

Gute Signale gibt es hinsichtlich der allgemein zugeteilten Bereiche, die für kleine Anwendungen zwischen max. 8 bzw. 12 Funkstrecken geeignet sind: Für die Bereiche der Mittenlücke 800 (823 – 832 MHz) und der für Funkmikrofone besonders attraktiven Mittenlücke 1G8 (1785 – 1805 MHz) wurde die Mindestlaufzeit bis 2026 verlängert.

Sehen Sie selbst in unserer Übersichtsgrafik, welche Regelungen aktuell für die Arbeit mit PMSE gelten!
 
 

Jetzt die Übersichtsgrafik downloaden! >>

 

Aktuelle Informationen vom 06.05.2015:

Der Netzausbau geht weiter: Seit der Markteinführung der LTE-Endgeräte 2011 ist Realität: Tausende Sendestationen werden nach und nach mit entsprechenden Sendezellen ergänzt oder neu errichtet, neue LTE-Endgeräte werden in ganz Deutschland eingesetzt. In allen Bundesländern sind mittlerweile auch die Hürden für den LTE-Ausbau für die Ballungsgebiete geschafft, sodass von immer größer werdender Unsicherheit von Funkverbindungen in den betroffenen Frequenzbereichen gesprochen werden kann.
Die Versteigerung des Frequenzbandes im Bereich der 700MHZ wird noch in diesem Monat durch die Bundesnetzagentur durchgeführt werden. Das Projekt läuft unter der Bezeichnung:

Mo­bi­les Breit­band - Pro­jekt 2016

Am 27. Mai 2015 beginnt die Versteigerung von Frequenzen für mobiles Breitband. Der Frequenzauktion ging ein Zulassungsverfahren voraus, in dem das Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen zur Teilnahme an der Auktion geprüft wurde. Zur Auktion wurden heute folgende Unternehmen zugelassen:

  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • Telekom Deutschland GmbH
  • Vodafone GmbH

Insgesamt werden Frequenzen im Umfang von 270 MHz aus den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1500 MHz sowie 1800 MHz versteigert.
Die Frequenzen aus den Bereichen bei 900 MHz und 1800 MHz haben die Grundlage für den Aufbau der heutigen Mobilfunknetze insbesondere für die flächendeckende mobile Sprachkommunikation gebildet und sollen künftig auch für breitbandige Internetanschlüsse genutzt werden.

Neben dem weiteren Verlust von Frequenzbereichen ist als wesentlicher Punkt hervorzuheben, daß zukünftig nach Nutzergruppen unterschieden wird.
Diese Unterteilung gestaltet sich folgendermaßen:

 

Als Nutzer gelten:

Private Anwender:

Die aktuell anmeldefreien Bereiche sind:

  • 823 - 832 MHz (LTE - Mittenlücke)
  • 863 - 865 MHz (EU-weites Harmonized Frequency Band)
  • 1785 – 1805 MHz (LTE - Mittenlücke)
  • 2,4 GHz (weltweit anmeldefreier WLAN Bereich)

 Diese Frequenzbereiche gelten bis mindestens 2026.

Anmeldefreie Bereiche, die am 31.12.2015 auslaufen:

  • 790 - 814 MHz
  • 838 - 862 MHz

Diese beiden Frequenzbereiche werden allerdings durch den fortschreitenden LTE Ausbau stark eingeschränkt. Auch wenn die Nutzung von Funksystemen in diesen Bereichen legal ist, kann ein störungsfreier Betrieb nicht gewährleistet werden. Wir empfehlen einen baldigen Austausch dieser Funksysteme.

 

 

Professionelle Anwender / Anmeldepflichtige Bereiche:

Diese ganze Nutzergruppe wird zukünftig unter der Bezeichnung
Professionelle drahtlose Produktion zusammengefasst.

Professionellen Tour- & Medientechnik-Verleiher, Professionellen Bands, Programmproduktionen (z. B. tourende Musicals
oder Theatergruppen mit eigenem Equipment), Ü-Wagen (privatwirtschaftlicher Betrieb),  Kirchengemeinden, Schulen, Bildungseinrichtungen, Veranstaltungsstätten wie Opern, Stadthallen, Konzerthallen, Freilichtbühnen, Schauspielhäuser, Sportstadien, Kongresszentren, Messen

stehen die folgenden anmeldepflichtigen Bereiche zur Verfügung:

  • 470 - 608 MHz
  • 614 - 703 MHz
  • 733 - 823 MHz

Generell gewährt die Bundesnatzagentur eine komplette Bereichszuteilug. D. h. die Anmeldung gilt für alle drei Frequenzbereiche.

Wichtiger Hinweis: Die zweite Digitale Dividende (DD II) kommt dieses Jahr ins Rollen. Im Zuge der DD II wird im Sommer zunächst der 700 MHz Bereich unter den LTE-Anbietern versteigert. Wir rechnen daher für die nächsten Jahre mit Störungen im 700 MHz Bereich; Neuanschaffungen sollten aus diesem Grund unter 694 MHz liegen.

Der LTE Downlink wird den Frequenzbereich 758 - 788 MHz betreffen. Hier werden also die ersten Störungen zu erwarten sein. Der LTE Uplink (703 - 733 MHz) wird also erst Störungen unterworfen sein, wenn Endgeräte vor Ort zum Einsatz kommen.

Von Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums wird es wieder Entschädigungsleistungen geben, deren Details allerdings noch nicht feststehen. Was feststeht: Entschädigungen wird es lediglich für die Systeme geben, die angemeldet sind und im Zeitraum zwischen Januar 2012 und März 2015 angeschafft wurden.

 

Frequenzzuteilung für Nutzergruppe: Professionelle drahtlose Produktion:

Frequenzzuteilung für professionelle Nutzer

                                                                                                  << Jetzt die Übersichtsgrafik downloaden! >>

 

Ergänzende Informationen erhalten Sie auf der DD-Ready Seite von Sennheiser
oder auch bei Shure Aktuelle Informationen zu Funkfrequenzen   

 

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Aktuelle Informationen vom 15.12.2015:

 

Erstattungsverfahren eröffnet

 

Entschädigung für PMSE-Nutzer nach „Digitaler Dividende 2“
 

Nach der Versteigerung des Bandes 694 – 790 MHz (“Digitale Dividende 2”) an den Mobilfunk müssen drahtlose Produktionsmittel (PMSE) den Frequenzbereich räumen. Weil Fernsehsender verlagert und durch
die Umstellung auf DVB-T2 zusätzliche Frequenzen belegt werden, kommt es auch im Spektrum 470 – 694
zu Störungen auf Kanälen, die bisher für professionelle Produktionen nutzbar waren. Viele Mikrofonanlagen sind nicht ohne weiteres umstellbar und müssen kostenintensiv umgerüstet oder ganz ersetzt werden.
Anträge auf Entschädigung sind ab 1. Januar 2016 möglich

Richtlinien zur Entschädigung der Betroffenen sind nun offiziell veröffentlicht. Auch das Informationsportal auf der Website der zuständigen Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) ist freigeschaltet. Dort finden PMSE-Nutzer die „Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen“ im Volltext zum Download. Weiter sind Antworten auf häufige Fragen verfügbar. Laut Website können Anträge auf Entschädigung ab dem 1. Januar 2016 gestellt werden – ausschließlich online auf der BAV-Homepage. Wir werden zum Start des elektronischen Antragsverfahrens nochmals gesondert informieren.
Wer kann eine Entschädigung beantragen?

Sie können nach der oben genannten Richtlinie eine Entschädigung geltend machen, wenn Ihre Anlage oder Anlagenteile folgende Voraussetzungen erfüllen:

 

  • Anschaffungswert mindestens 410,00 Euro
  • Im Frequenzbereich 694 – 790 MHz betrieben oder im Band 470 – 694 MHz aufgrund von Störungen nicht mehr nutzbar
  • Anschaffungszeitraum 1. Januar 2012 bis 31. März 2015
  • Anschaffungszeitraum 1. Januar 1997 bis 31. März 2015 bei gemeinnützigen, mildtätigen, kirchlichen, öffentlich-rechtlichen oder öffentlich finanzierten Organisationen


Zusätzlich muss für die Anlage eine gültige Frequenzzuteilung der Bundesnetzagentur vorliegen. Die Frequenzzuteilung muss bis zum 31. Dezember 2015 durch die Bundesnetzagentur ausgestellt worden
sein (Frist wurde aktuell verlängert). Es können Bearbeitungszeit anfallen Daher empfehlen wir, den Antrag möglichst sofort zu stellen.


2016 ist drahtlos, nicht ratlos!

Pressemitteilung Wedemark - 10.12.2015

Der Countdown läuft: Musiker mit drahtlosem Equipment müssen aufpassen: Zum 31. Dezember 2015
endet die Verfügung 91/2005 über die „Allgemeinzuteilung von Frequenzen für drahtlose Mikrofone für
professionelle Nutzungen in den Frequenzbereichen 790 bis 814 und 838 bis 862 MHz“ – das bedeutet,
dass diese bislang zulassungs- und kostenfreien Frequenzbereiche von den meisten Anwendern ab Beginn
des Jahres 2016 nicht mehr anmeldefrei genutzt werden können. Der Versuch, die neue Situation einfach
zu ignorieren und vorhandene Hand- oder Taschensender sowie drahtlose In-Ear-Systeme weiterhin wie
gewohnt in den genannten Frequenzarealen anmeldefrei zu betreiben, sollte nicht unternommen werden.
Zum einen kann die Bundesnetzagentur Verstöße mit Bußgeldern ahnden und zum anderen sind massive
Störungenbeziehungsweise Interferenzen durch Up- und Downlinks (LTE, mobiler Internetzugang) der
Mobilfunkanbieter zu erwarten, wies bereits jetzt in vielen Regionen bedingt durch LTE-Sendemasten der
Fall ist.
 

Fragen zur Digitalen Dividende und zu Möglichkeiten der Umrüstung von Equipment richten Sie bitte
an uns:

shop@creativ-media-service.de

 

oder an Sennheiser direkt:

 

helpdesk@sennheiser.de     Service-Nummer: 039203 72 787